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DU-Notizen

(Archiv 2002 - 2007)

Duisburger Innenhafen
Duisburger Innenhafen

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Bürgerverein Kaßlerfeld & Neuenkamp e.V.

Kontakt:
Sascha Westerhoven, 1. Vorsitzender
Stupperichstr. 6
47059 Duisburg
Telefon 0173 / 51 93 732


E-Mail: bvknev [at] gmail.com
Webseite: www.bvknev.de


Über Kaßlerfeld

Südlich der Ruhr befindet sich unser Kaßlerfeld, dessen Fläche zum grössten Teil aus Gewerbe- und Industrieanlagen besteht. Es wird begrenzt durch die A59 im Osten, die A40 und den Innenhafen im Süden sowie die Flüsse Rhein und Ruhr. Die hierdurch entstandene Halbinsel teilt sich der Stadtteil mit Neuenkamp. Es ergibt sich somit eine isolierte Lage Kaßlerfelds, gleichzeitig ist es aber auch der Angelpunkt des Verkehrs zwischen Nord und Süd. Während Jahrhunderte lang eine Fähre die Ruhr überquerte, wird der Verkehr heute über die Oberbürgermeister-Lehr-Brücke geleitet. Attraktiv wird Kaßlerfeld durch die Nähe der Grünflächen der Moerser Grinden am Rheinufer, die zu Spaziergängen einladen sowie zur Innenstadt und zum Innenhafen. Nach etlichen Grenzquerelen begann 1750 die Neubesiedelung, im Jahre 1798 hatte Kaßlerfeld dann 77 Einwohner. Diese lebten von der Landwirtschaft und der Schifffahrt. Im 19. Jahrhundert bestanden Ziegeleien auf dem Gelände des heutigen Gewerbegebiets Jägerloch, das bis 1988 Standort der Erdöl-Raffinerie Duisburg GmbH und heute eines Güterverteilzentrums ist.

1824 gründete Friedrich Wilhelm Curtius eine bis 1912 bestehende Fabrik für Schwefelsäure an der Ruhrmündung. Schon 1850 bestand im heutigen Gewerbegebiet Auf der Höhe eine Werft und 1927 wurde der Grossmarkt als Keimzelle des heutigen Zentrums der Nahrungsmittel-Versorgung eingerichtet.

Nach erheblichen Bevölkerungsverlusten in den 70 er und 80 er Jahren werden seit Mitte der 1990er Jahre städtebauliche Massnahmen wie zum Beispiel Verkehrsberuhigungen durchgeführt, um das Image des Stadtteils aufzuwerten, und die Lebensqualität in Kaßlerfeld steigt wieder.

Der Allgemeine Bürgerverein Kaßlerfeld entstand aus der Stammtischrunde „Die Eule" und ist einer der ältesten Bürgervereine Duisburgs. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich nur aus Geschäftsleuten und Hauseigentümern zusammen. Ab 1994 bemühte man sich erfolgreich darum, eine wirkliche Bürgervertretung zu schaffen. Heute arbeiten rund 200 Mitglieder in aktiver Eigeninitiative daran, Kaßlerfelds Image aufzuwerten: Sie gestalteten zum Beispiel die Unterführung der A 40 mit gemalten Darstellungen der Stadt neu.

Im Innenhafen führt seit 1999 die erste bewegliche Hängebrücke der Welt für Fussgänger und Radfahrer von der Kasslerfelder Seite zum Altstadtpark. Wollen Boote aus dem Innenhafen unter ihr hindurch, werden die Pfeiler der Brücke hydraulisch nach aussen geklappt, die Seile spannen sich und ziehen die Brücke von ihrer Mitte aus nach oben. Gesteuert wird diese Konstruktion vom Brückenwärter der Schwanentorbrücke. Diese Hubbrücke hat vier quadratische Türme, in denen sich die Gegengewichte und Seile befinden, mit denen die Brückenplattform waagerecht nach oben gezogen wird. Im Mittelalter führte das Schwanentor in der Stadtmauer zum noch direkt an der Stadt vorbeifliessenden Rhein. 1841 entstand hier eine erste hölzerne Zugbrücke, 1904 eine elektrisch betriebene Klappbrücke, die 1945 bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Die jetzige Brücke gibt es seit 1950.

Über Neuenkamp

Westlich der Innenstadt und doch im Grünen liegt Neuenkamp auf einer Halbinsel zwischen Rhein und Ruhr. Vom Parallelhafen bis zur A 40 erstreckt sich das Siedlungsgebiet des Stadtteils. Die Autobahnbrücke bildet mit ihren Fahrradwegen eine Klammer für die historische Verbundenheit mit dem linksrheinischen Essenberg. Der amtliche Stadtplan zeigt Neuenkamp als das Gebiet nördlich der A 40.

Die Grünflächen der Moerser Grinden am Rheinufer zählen als nahes Erholungsgebiet, und die Nähe zu den Geschäften und kulturellen Einrichtungen in der Innenstadt steigert Neuenkamps Attraktivität. So bietet das verkehrsberuhigte „Dorf" eine hohe Lebensqualität. Neuenkamp entstand durch die Stromverlagerung des Rheins um 1200, als sich das Gebiet von der linken Rheinseite abtrennte und durch Verlandungen an das rechtsrheinische Duisburg anschloss. Reichsvogt Walram von Limburg schenkte dieses Neulande 1278 den Stadtbewohnern, die es als Weideland nutzten.

Von der Essenberger Straße am Rheinufer aus bestand seit 1549 eine Fährverbindung nach Essenberg, die wegen der Unzuverlässigkeit der Essenberger Fährleute „Bauernfähre" genannt wurde. Durch diese Verbindung wurden Unterstellmöglichkeiten für Fahrzeuge und Waren notwendig, außerdem mussten die Viehherden und Äcker geschützt werden. So entstand ab 1747 eine Siedlung, als Dietrich Krins aus Hochemmerich die erste Bauerlaubnis für ein Haus von der preußischen Staatsverwaltung erhielt. Die Siedlung wuchs bis 1818 auf 158 Einwohner an. Die direkten Nachfahren leben noch im Stadtteil.

Ein Begegnungszentrum wurde nach ihnen benannt. (Dietrich-Krins-Weber-Zentrum) Die erste Zechenanlage Java bestand aufgrund von technischen Schwierigkeiten beim Abteufen nur von 1854 bis 1858, zu einer Kohleförderung kam es nicht. Erfolgreich war erst 1912 an gleicher Stelle die Zeche Diergardt-Mevissen mit der neuen Schachtanlage Franz Ott. Mit ihrer Stilllegung 1963 endete die Kohleförderung in Duisburg südlich der Ruhr. Die erste systematische Besiedelung begann südlich der Essenberger Straße, 1925 lebten in Neuenkamp über 10000 Menschen. Nach großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wohnten 1945 nur noch 2000 Menschen in Neuenkamp. Zudem führten die Industrieansiedelungen seit den 1960er Jahren zu einem drastischen Bevölkerungsrückgang, der erst in den letzten Jahren aufgefangen wurde.